ARBEITSGEMEINSCHAFT DER GERMANISTEN NÖ.


Handreichung zum Lehrplan ´99


Erstellt von:
Waltraud Braunstorfer, Peter Bubenik, Gerhard Falschlehner, Elisabeth Kropshofer,
Gottfried Müllschitzky, Heidrun Pfeiler, Wolfgang Taubinger, Josef Willinger

Fassung: 11. Juli 2000


Inhaltsverzeichnis



 
Vorbemerkung





Lehrplan des Unterrichtsgegenstandes Deutsch
mit Annotationen der AG der Germanisten NÖ.


Einfügungen der AG unterscheiden sich durch diese Schriftart und Farbe vom Text des Lehrplans.


1. U N T E R S T U F E

DEUTSCH


Bildungs- und Lehraufgabe: [...]

Didaktische Grundsätze: [...]

Da sich die Annotationen der AG nur auf den Lehrstoff des Kernbereichs beziehen, werden diese Teile des Fachlehrplans hier nicht wiedergegeben.
Diese beiden Abschnitte enthalten ebenso wie das Allgemeine Bildungsziel und die Allgemeinen Didaktischen Grundsätze wichtige Bestimmungen, die für Kern- und Erweiterungsbereich gelten!

Lehrstoff:


Kernbereich:


1. Klasse:

Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht mitteilen.
Mündlich: Erlebtes erzählen, Gehörtes und Gelesenes wiedergeben.
Schriftlich: Über sich und den persönlichen Lebensbereich erzählen.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Einfache Mittel kennen lernen und anwenden um Gespräche partner- und situationsgerecht zu führen.
Mündlich: Sich in die Gemeinschaft einbringen, z. B. über sich, seine Vorlieben und Abneigungen sprechen; begrüßen, verabschieden, entschuldigen, danken, zum Mittun auffordern.
Vertraute Gesprächsformen anwenden und neue kennen lernen.
Mündlich: Verschiedene Gesprächsformen spielerisch erproben, z. B. in Rollenspielen.
In vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen.
Mündlich: Den unterschiedlichen Gebrauch der Standard- und Herkunftssprache in Situationen erproben.
Verständliches Sprechen anstreben.
Ausdrucksvolles Sprechen beim Vortragen z. B. von Gedichten, Balladen und Szenen versuchen.
Vorbereitetes Vorlesen von Texten.
Texte verfassen um persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: In Briefen persönliche Beziehungen aufbauen und ausdrücken.
Beschreiben von zwischenmenschlichen Beziehungen, von bekannten Menschen und Menschen, die einem begegnen.
Interessen wahrnehmen:
Eigene Absichten und Absichten anderer wahrnehmen und mit eigenen Worten ausdrücken.
Anliegen mündlich und schriftlich vorbringen; dafür einfache sprachliche Mittel sichern.
Schriftlich: Z. B. Appelle, Leserbriefe, Bitt- und Beschwerdebriefe.

Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Personen befragen; Auskünfte einholen.
Mündlich: Z. B. Mitschüler befragen, um sie vorstellen zu können.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur Erarbeitung von Themen nützen.
Mündlich: Möglichkeiten, zu Informationen zu kommen, bewusst machen und ihre Nutzung anregen und üben. Z. B.: Nachschlagen in Lexika; Informationen aus Büchern, Internet und CD-ROMs suchen.
Informationen aufnehmen und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen lernen und anwenden.
Individuelle Lesefertigkeit an dichterischen und nichtdichterischen Werken entwickeln, das sinnerfassende stille Lesen üben.
Textverständnis fördern
Aus Gehörtem und Gesehenem Informationen entnehmen.
Schriftlich: Texte verstehen durch Erkennen relevanter Teile und durch Festhalten von Informationen aus Sachtexten.
Einfache Arbeitstechniken einüben, z. B. Unterstreichen von Relevantem, Gestalten von Lernunterlagen, übersichtliches Gestalten einer Heftseite.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich vermitteln:
Aus Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem Wesentliches wiedergeben.
Schriftlich: Nacherzählung von Gelesenem, Vorgelesenem und Gesehenem, z. B. Filmen, Videos, Theater.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen:
Zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen mündlich und schriftlich Stellung nehmen lernen.
Mündlich: Kurze Darstellung von Sachverhalten.
Schriftlich: Sachverhalte für andere verständlich darstellen.

Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, im Besonderen aus der Kinder- und Jugendliteratur. Einfache Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Verständnis für literarische Texte und deren Vielfalt gewinnen.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen:
Einfache Möglichkeiten kennen lernen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes Erproben). Deren Wirkung auf sich und andere wahrnehmen und beschreiben.
Eigene Erfahrungen mit den Massenkommunikationsmitteln thematisieren.
Jugendmedien besprechen.
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Schriftlich: Erfundenes sinnvoll gestaltet erzählen, z. B. Lügengeschichten, Märchenerzählungen, Till-Eulenspiegel-Geschichten.
Erzählen nach Vorgaben wie z. B. Bilderfolgen, Reizwörtern, Erzählanfängen.
Schriftlich und mündlich: Herkömmliche (z. B. Sagen, Märchen) und moderne (z. B. Kurz- und Kürzesttexte) altersgemäße Formen erzählen.
Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und erproben.
Verknüpfen von Texten mit musikalischen, bildnerischen und szenischen Elementen.

Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt "1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99 an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die jeweils genannten Aufgabenbereiche):

Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik, der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.

Sprache im Kommunikationszusammenhang betrachten
Situationsgerechtes Sprechen bewusst machen und anwenden.
Planvolle Erweiterung des Wortschatzes, Möglichkeiten der Wortbildung erfahren.

Text-, Satz- und Wortgrammatik
Redeabsichten in Aussage-, Frage- und Aufforderungssatz untersuchen, grammatisch richtig bauen und üben.
Umstellen und Austauschen von Satzgliedern entsprechend der Rede- oder Schreibabsicht üben (Verschiebeprobe, Ersatzprobe).
Finite Verbform (Personalform) erkennen und Übereinstimmung mit dem Subjekt üben.
Das Nomen, seine Begleiter und wichtigsten Stellvertreter erkennen und in Geschlecht, Zahl und Fall grammatisch richtig bilden und anwenden lernen.
Das Adjektiv in seiner Funktion erkennen und sinnvoll einsetzen.
Zeitstufen und grammatische Zeitformen unterscheiden, Aufgaben der gebräuchlichsten Zeitformen besprechen und üben.

Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch regelmäßige Übungen abbauen.
Hilfsmittel (Wörterbücher, elektronische Programme u. a.) benützen lernen und regelmäßig verwenden.

Rechtschreibbewusstsein entwickeln und steigern anhand von sicheren, unsicheren und unbekannten Wortbildern.
Einführung in den Gebrauch des Wörterbuchs.
Grundaspekte der Rechtschreibung an individuellen Rechtschreibfehlern erarbeiten, z. B. persönliche Fehlerkartei.



2. Klasse:

Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht mitteilen.
Mündlich: Erlebtes, Erfundenes erzählen.
Schriftlich: Über sich und andere erzählen, Erlebnisse darstellen, Tagebucheintragungen.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Die schon bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und erweitern.
Mündlich: Situations- und partnergemäß Kontakt herstellen; unangemessenes Sprachverhalten erkennen.
Gesprächsformen mit zunehmender Sicherheit anwenden.
Mündlich: Verschiedene Gesprächs- und Darstellungsformen erproben, z. B. Partner-, Kleingruppen- und Klassengespräch; Diskutieren üben.
In vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen.
Mündlich: Deutliches, gestaltetes Sprechen beim Vortragen und Sprechen vor anderen üben.
Die Standardsprache weiterhin schwerpunktmäßig üben.
Texte verfassen um persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: Z. B. persönliche Briefe, Karten, Einladungen, E-Mails.
Interessen wahrnehmen:
Verschiedene Absichten beschreiben und vergleichen lernen.
Mündlich: Eigene Meinungen und Handlungen begründen; Gefühle benennen; sich mit Kritik auseinandersetzen.
Anliegen mündlich und schriftlich vorbringen; weitere sprachliche Mittel kennen lernen und erproben.
Mündlich: Kritik äußern und begründen. Konflikte thematisieren und bearbeiten.
Schriftlich: In persönlichen Briefen, Geschäftsbriefen, Bitt- und Beschwerdebriefen, Leserbriefen seine Anliegen und Vorstellungen darstellen.

Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Personen zu verschiedenen Themenbereichen befragen; Fragen vorbereiten und zielführend stellen.
Mündlich: Einfache Interviews vorbereiten.
Gespräche ergebnisorientiert strukturieren.
Schriftlich: Einfache Fragebögen erstellen und auswerten.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur Erarbeitung von Themen nützen.
Eigene Schulbibliothek nützen, auch für Projekte.
Informationen aufnehmen und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen lernen und anwenden.
Das sinnerfassende stille Lesen weiterentwickeln. Lesetechniken zur Informationsentnahme wie orientierendes, selektives, verstehendes Lesen kennen lernen und anwenden.
Textverständnis fördern.
Aus Gehörtem und Gesehenem Informationen entnehmen und Notizen anlegen.
Schriftlich: Gedanken und Informationen schriftlich festhalten und ordnen.
Arbeitstechniken weiterentwickeln, z. B. Skizzen als Erklärungs- und Veranschaulichungshilfe.
Textstrukturen erfassen.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich vermitteln:
Das Wesentliche von Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem anhand von Notizen ordnen und mündlich oder schriftlich wiedergeben.
Schriftlich: Partner- und situationsgerecht berichten und beschreiben. Gegenstände und Vorgänge für andere verständlich darstellen.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen:
Zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen mündlich und schriftlich Stellung nehmen. Eigene Überlegungen äußern und begründen.
Schriftlich und mündlich: Begründungen einüben, z. B. Verhaltensweisen erklären, Lerntipps geben.

Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, im Besonderen aus der Kinder- und Jugendliteratur. Einfache Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Verständnis für literarische Texte gewinnen, besonders Kinder- und Jugendliteratur einbeziehen. Gestaltungsmittel verschiedener Textsorten erkennen, z. B. Märchen, Sagen, Comics.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen:
Einfache Möglichkeiten kennen lernen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes Erproben). Deren Wirkung auf sich und andere wahrnehmen und beschreiben.
Einfache Untersuchungen an Printmedien, aber auch Film, Fernsehen und Hörfunk durchführen.
Das Benützerverhalten gegenüber den Medien eruieren und dazu begründet Stellung beziehen.
Gestaltungsmittel und ihre Wirkung vor allem unter Zuhilfenahme von Kinder- und Jugendmedien thematisieren.
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Mündlich: Erzähltechniken erproben, Erzählperspektiven verändern.
Schriftlich: Erzählkerne ausbauen, Geschichten umformen, Geschichten erfinden; Erzählperspektiven wechseln.
Bewusstes Gestalten von erzählerischen Texten, auch durch verschiedene Medientechniken, z. B. in Hörspielen, Printtexten.
Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und erproben.
Mündlich: Ausdrucksvolles Sprechen beim Vortrag literarischer Texte versuchen.
Schriftlich: Texte spielerisch gestalten.

Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt "1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99 an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die jeweils genannten Aufgabenbereiche):

Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik, der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.

Sprache im Kommunikationszusammenhang betrachten
Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit von Aussagen in Text- und Situationszusammenhängen feststellen.
Unterschiedliche sprachliche Mittel für verschiedene Sprech- und Schreibanlässe besprechen und üben.
Wortschatz planvoll erweitern, Möglichkeiten der Wortbildung besprechen. Konkrete und übertragene Verwendungsweisen von Wörtern und Wendungen erkennen und üben.

Text-, Satz- und Wortgrammatik
Erkennen, Abgrenzen, Erweitern und Verkürzen von Satzgliedern üben.
Subjekt, Prädikat und Ergänzungen erkennen.
Die Rolle des Verbs und speziell der finiten Verbform im Textzusammenhang üben.
Die Bedeutung von Verweis- und Verknüpfungswörter für den Textzusammenhang erkennen.
Natürliche Zeitstufen und grammatische Zeitformen besprechen und im Textzusammenhang üben.
Angemessene Verwendung der aktiven und passiven Verbformen üben.
Die Aufgaben von Adverbien und Präpositionen erkennen und üben.

Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch regelmäßige Übungen abbauen. Hilfsmittel (Wörterbücher, elektronische Programme u. a.) benützen lernen und regelmäßig verwenden.

Wie in der 1. Klasse mit steigenden Anforderungen und erweitertem Anwendungsbereich.
Besondere Berücksichtigung von Schärfung und Dehnung.
Silbentrennung üben.
Hinführen zur regelmäßigen Verwendung des Wörterbuches.



3. Klasse:

Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht mitteilen.
Mündlich: Wünsche, Bedürfnisse thematisieren, für Konflikte Lösungen suchen.
Von Erlebtem erzählen, Probleme und Sachverhalte darstellen.
Schriftlich: Schreiben über sich, z. B. autobiografische Aufzeichnungen.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Den Gesprächsverlauf bewusst wahrnehmen und zunehmend eigenständig auf Partner/innen und Situationen eingehen.
Mündlich: Aktives Zuhören üben, z. B. in Form des kontrollierten Dialogs.
In verschiedenen Gesprächsformen den Gesprächsverlauf beobachten und beschreiben um ihn beeinflussen zu können.
Mündlich: Z. B. in Diskussionen, Debatten, Podiumsdiskussionen.
In vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen.
Mündlich: Bewusster Gebrauch der Standardsprache.
Üben von Betonung, korrekter Artikulation; Verbesserung der Vortragsdynamik.
Texte verfassen um persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: Z. B. intentions- und adressatenadäquate Briefe; Tagebuch, Dialoge (z. B. als Spielvorlage).
Interessen wahrnehmen:
Verschiedene, auch einander widersprechende Absichten beschreiben; Stellung beziehen.
Mündlich: Eigene und fremde Absichten wahrnehmen und mit eigenen Worten ausdrücken.
Schriftlich: Eigene und fremde Absichten vorbringen, zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen Stellung beziehen und diese Stellungnahme begründen, z. B. in verschiedenen Briefformen.
Anliegen sprachlich differenziert vorbringen; formale und mediale Möglichkeiten nützen.
Mündlich: Appellative Sprachhandlungen erproben; nonverbales Verhalten bewusst machen.
Schriftlich: Zu Handlungen argumentativ auffordern, z. B. Ansuchen, Vorschläge, Einladungen, Bitten, Wünsche, Entschuldigungen.
Praktische Mitteilungen (z. B. Krankmeldung, Entschuldigungen, Ansuchen) adressatengerecht verfassen.

Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Informationen von Personen gezielt einholen; entsprechende sprachliche und technische Mittel kennen lernen und erproben.
Mündlich: Interview üben, Fakten recherchieren.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur Erarbeitung von Themen nützen.
Mündlich: Informationen einholen und nach Wichtigkeit beurteilen.
Informationen aufnehmen und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen lernen und anwenden.
Sinnerfassendes stilles Lesen üben.
Vertiefung der Lesetechniken zur Informationsentnahme: diagonales Lesen, Markierung relevanter Teile, Gliederung und Benennung zusammengehörender Abschnitte, Gedankengang ermitteln.
Textverständnis fördern.
Aus Gehörtem und Gesehenem Informationen entnehmen und gezielt Merkhilfen einsetzen.
Mündlich: Aktives Zuhören üben.
Schriftlich: Anhand von Notizen Protokolle anlegen.
Komplexere Arbeitstechniken entwickeln, z. B. exzerpieren, Auszüge erstellen, Texte kürzen.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich vermitteln:
Das Wesentliche von Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem mündlich und schriftlich auch unter Verwendung von Merk- und Veranschaulichungshilfen wiedergeben.
Mündlich: Sinnvermittelndes Vorlesen vertiefen.
Über Ereignisse berichten.
Schriftlich: Fakten recherchieren und daraus Berichte erstellen.
Über Ereignisse in verschiedenen Situationen und Medien berichten.
Inhaltsangaben mit persönlichen Eindrücken von dichterischen Texten verfassen (z. B. auch Klappentexte).
Nacherzählung von Gelesenem, Vorgelesenem und Gesehenem, z. B. Filme, Videos, Theater.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen:
Zu Sachverhalten (auch aus Texten) und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu einfachen mündlichen und schriftlichen Stellungnahmen zusammenfassen.
Schriftlich: Sachverhalte verständlich erklären und beschreiben, z. B. Verlustanzeigen, Gebrauchsanweisungen, Spielregeln.
Einfache Stellungnahmen verfassen.

Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Literarische Texte mit höherem Anspruchsniveau im Hinblick auf Thema, Form und Umfang erleben und verstehen, im Besonderen aus der Jugendliteratur. Grundlegende Einblicke in Entstehungs- und Wirkungszusammenhänge von Texten gewinnen. Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Literarische Texte im Hinblick auf Thema, Form, Aufbau, Personen, Ort, Zeit und Sprache untersuchen.
Techniken literarischen Erzählens selbst ausprobieren.
Lyrische und dramatische Texte auf ihre Wirkung untersuchen, selbst verfassen und auch spielen.
Merkmale gebundener Sprache erfassen, die Wirkung prüfen und eigene Texte verfassen.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen:
Verstehen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes Erproben).
Fernseh- und Hörfunksendungen besprechen. Selektionsvorgänge durchschauen lernen.
Einfache Filmbesprechungen erstellen; grundlegende Produktionstechniken kennen lernen.
Sich in Tageszeitungen zurechtfinden; Formen des Journalismus besprechen und selbst anwenden; Beiträge für Jugendzeitschriften gestalten
Teile von Zeitungen, Artikel, Reportagen, Features gestalten.
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Mündlich: Geschichten erfinden, unterschiedliche Erzählformen spielerisch ausprobieren.
Schriftlich: Erzählen nach Vorgaben und in verschiedenen Erzählmustern.
Verschiedene Erzählweisen, z. B. ironisches, satirisches Erzählen, üben.
Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und erproben.
Wort- und Sprachspiele.

Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt "1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99 an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die jeweils genannten Aufgabenbereiche):

Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik, der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.

Sprache im Kommunikationszusammenhang betrachten
Situationsgemäßes sprachliches Verhalten.
Formelhafte Sprache in standardisierten Situationen.
Erweiterung des Wortschatzes, Bedeutungsumfang von Wörtern abgrenzen.
Die Bedeutung von Fremdwörtern klären und diese richtig anwenden.
Abstufung von Äußerungen.

Text-, Satz- und Wortgrammatik
Zusammenhänge eines Textes erkennen.
Das Passiv als Darstellungsform.
Teilsätze eines Ganzsatzes feststellen, Hauptsatz und Gliedsatz erkennen. Wesentliche Gliedsätze benennen und nach Funktion einsetzen (Attributsatz, Objektsatz, Umstandssätze).
Einleitewörter von Gliedsätzen erkennen und anwenden.
Begleiter und Stellvertreter des Nomens in Funktion und Stellenwert kennenlernen.
Konjunktiv erkennen und anwenden lernen.
Ausdrucksvielfalt durch Nennform- und Mittelwortgruppen erweitern.

Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch regelmäßige Übungen abbauen. Hilfsmittel (Wörterbücher, elektronische Programme u. a.) benützen lernen und regelmäßig verwenden.

Orthographische Sicherung des Wortschatzes durch Lernhilfen (z. B. optische, akustische, schreib- und sprechmotorische).
Groß- und Kleinschreibung verstärkt üben.
Schreibung gebräuchlicher Fremdwörter.
Zeichensetzung gezielt üben.



4. Klasse:

Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht mitteilen.
Schriftlich: Autobiographisches Schreiben, z. B. Schreiben über Erlebtes in besonderer Darstellungsweise.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Eigenes Gesprächsverhalten in seiner Wirkung abschätzen und situations- und partnergerecht einsetzen können.
Mündlich: Inhalts- und Beziehungsebene unterscheiden.
Sich in verschiedenen Gesprächsformen - versuchsweise auch leitend - angemessen verhalten.
Mündlich: Z. B. Gruppen-, Klassengespräch, Diskussion, Debatte, Podiumsdiskussion, Gesprächsrunde.
In vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen.
Mündlich: Vortragsdynamik und Sprechtechnik schulen.
Texte verfassen um persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: Z. B. Tagebuch, persönliche und offene Briefe.
Interessen wahrnehmen:
Verschiedene, auch versteckte Absichten erkennen und zuordnen; entsprechend reagieren.
Mündlich: Darstellen, vergleichen und beurteilen von Problemen, von Interessen.
Interessensausgleich anstreben, Lösungen in Konflikten suchen.
Schriftlich: Verschiedene, auch einander widersprechende Absichten beschreiben.
Anliegen sprachlich differenziert vorbringen; auch mit Anforderungen im öffentlichen und institutionellen Bereich vertraut werden.
Mündlich: Anliegen, Interessen in appellativer Form vertreten.
Schriftlich: Bei Anliegen formale und mediale Möglichkeiten nützen, z. B. journalistische Formen.
Berufsorientiertes Schreiben, z. B. Lebenslauf, Bewerbung.

Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Informationen von Personen gezielt einholen (auch in Form von Interviews); entsprechende sprachliche und technische Mittel einsetzen.
Mündlich: Interviews vorbereiten und durchführen.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur Erarbeitung von Themen nützen.
Mündlich: On- und Offline-Medien vertiefend kennen und nützen lernen.
Informationen aufnehmen und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen lernen und anwenden.
Sinnerfassendes stilles Lesen unter besonderer Beachtung von Lesegenauigkeit und Leseflüssigkeit üben. Lesetechniken zur Informationsentnahme festigen.
Textverständnis fördern.
Aus Gehörtem und Gesehenem - auch größeren Umfangs - Informationen entnehmen und gezielt Merkhilfen einsetzen.
Schriftlich: Kurzfassungen, Zusammenfassungen, Exzerpte erstellen; Diagramme und Schaubilder entwickeln, auch Folien gestalten.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich vermitteln:
Das Wesentliche aus Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem wirkungsvoll und anschaulich mündlich und schriftlich präsentieren und erklären.
Mündlich: Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten und vermitteln, z. B. Rede, Referat, einfache Präsentationstechniken.
Schriftlich: Oberbegriffe finden, Gliederungen erstellen, Schlüsselwörter kennzeichnen.
Erlernte Arbeitstechniken vertiefen und kombinieren, z. B. exzerpierte Informationen sammeln, ordnen und daraus Texte mit Belegen verfassen; zunehmend gegensätzliche Standpunkte berücksichtigen.
Sachverhalte anderen erklären, z. B. grafische Darstellungen, Skizzen erläutern und zunehmend bewerten.
Inhaltszusammenfassungen von dichterischen Werken mit Interpretationsansätzen und der begründenden Formulierung der eigenen Einschätzung erstellen.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen:
Zu Sachverhalten und Äußerungen (auch aus Texten) Argumente sammeln, ordnen und zu ausführlicheren mündlichen und schriftlichen Stellungnahmen zusammenfassen. Standpunkte anderer in zunehmendem Maß berücksichtigen.
Fachdarstellungen heranziehen.
Mündlich: Sachverhalte, Meinungen und Probleme darstellen und vortragen.
Schriftlich: Argumentatives Schreiben in Form einer Erörterung, einer Stellungnahme, eines Leserbriefes.

Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Literarische Texte mit höherem Anspruchsniveau im Hinblick auf Thema, Form und Umfang erleben und verstehen, im Besonderen aus der Jugendliteratur. Grundlegende Einblicke in Entstehungs- und Wirkungszusammenhänge von Texten gewinnen. Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Umfangreichere literarische Texte nach formalen und inhaltlichen Aspekten bestimmen.
Beschäftigung mit umfangreicherer Jugendliteratur unter Berücksichtigung persönlicher Interessen.
Einordnung der Texte in die historische, politische, soziale, kulturelle und biografische Dimension.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen:
Verstehen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes Erproben).
Beschreiben und Bewerten von verschiedenartigen Sendungen in Fernsehen, Hörfunk, Film und anderen elektronischen Medien; die Wirkung auf sich und andere wahrnehmen, beschreiben und bewerten.
Den Medienkonsum feststellen, beschreiben und bewerten lernen.
Mittel der Fernseh-, Hörfunk- und Filmgestaltung besprechen und in Eigenproduktion erproben (z. B. Reportagen, Features gestalten).
Schriftlich: Parodistisches, satirisches Schreiben, auch Glossen.
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Schriftlich: Literarische Kleinformen schreiben (z. B. Märchen, Sagen, Legenden, Fabeln, Kurzgeschichten, Schlager, Songs, Gedichte, Rätsel, Sketches, Drehbücher).
Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und erproben.
Schriftlich: Vorgegebene literarische und nichtliterarische Texte umformen, parodieren.
Assoziatives Schreiben nach optischen und musikalischen Impulsen.

Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt "1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99 an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die jeweils genannten Aufgabenbereiche):

Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik, der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.

Sprache im Kommunikationszusammenhang betrachten
Die Wirkung der Rolle auf den Sprachgebrauch untersuchen.
Verschiedene Sprachformen (z. B. Standardsprache, Mundart, Umgangssprache) besprechen und ihre Merkmale feststellen.
Fach-, Gruppen- und Sondersprachen besprechen.
Abgrenzung ähnlicher Wörter, übertragene Bedeutung von sprachlichen Äußerungen überprüfen.
Neue und ungewöhnliche Wortbildungen aufsuchen und selbst nützen.
Fremdwörter erklären und ihre Verwendung üben.

Text-, Satz- und Wortgrammatik
Die Modifizierung sprachlichen Ausdrucks (z. B. durch Modalverben, durch Konjunktiv, futurische Formen und Situativa).
Möglichkeiten der Verknüpfung von Sätzen kennen lernen und üben.
Die stilistischen Möglichkeiten von Satzreihe und Satzgefüge erkennen und anwenden.
Ausbau von Satzgliedern und Wortgruppen.
Möglichkeiten und Grenzen des Nominalstils erkennen und erproben.

Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch regelmäßige Übungen abbauen. Hilfsmittel (Wörterbücher, elektronische Programme u. a.) benützen lernen und regelmäßig verwenden.

Regeln und Rechtschreibhilfen gezielt anwenden.
Schreibung häufiger Fremdwörter üben.
Getrennt- und Zusammenschreibung besprechen und anwenden.
Die Zeichensetzung zusammenfassen.
Selbstständige Fehlerkontrolle einüben.
Nachschlagen im Wörterbuch perfektionieren.




Erweiterungsbereich:

Die Inhalte des Erweiterungsbereichs werden unter Berücksichtigung der Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Didaktischen Grundsätze festgelegt (siehe den Abschnitt "Kern- und Erweiterungsbereich" im dritten Teil).

Im dritten Teil heißt es im Abschnitt "Schul- und Unterrichtsplanung":


1. Unterrichtsplanung der Lehrerinnen und Lehrer

[...]

Die Vorgaben im Abschnitt "Kernbereich" der Lehrpläne der einzelnen Unterrichtsgegenstände sind verbindlich. Ebenso sind jedenfalls das Allgemeine Bildungsziel und die Bildungs- und Lehraufgabe der einzelnen Unterrichtsgegenstände umzusetzen. Dabei ist zu berücksichtigen, wie viel Zeit für den Kernbereich zur Verfügung steht. Die Festlegung insbesondere der konkreten Inhalte und Beispiele erfolgt durch die jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer. Diese haben außerdem festzulegen, welche Teilziele im Erweiterungsbereich behandelt werden und wie die beiden Bereiche zusammenwirken.

Die standortbezogene Gestaltung der Erweiterungsbereiche bietet im Sinne der anzustrebenden gemeinsamen Bildungswirkung aller Unterrichtsgegenstände die Möglichkeit, sowohl mit jenen Lehrerinnen und Lehrern, die denselben Unterrichtsgegenstand unterrichten, als auch mit den Lehrerinnen und Lehrern der anderen Unterrichtsgegenstände in den jeweiligen Klassen Planungen und Abstimmungen durchzuführen. Auf diese Weise kann ein koordiniertes pädagogisches Vorgehen erwirkt werden.

[...]

2. Kern- und Erweiterungsbereich (gilt nur für die 5. bis 8. Schulstufe)

Der Lehrplan unterscheidet in den Pflichtgegenständen und verbindlichen Übungen zwischen einem Kern- und einem Erweiterungsbereich. Für den Kernbereich sind zwei Drittel der in der subsidiären Stundentafel (siehe Z 2 im vierten Teil - Stundentafeln) angegebenen Wochenstundenanzahlen vorzusehen. Neben dieser zeitlichen Begrenzung ist der Kernbereich auch inhaltlich definiert.

Das Allgemeine Bildungsziel und die Allgemeinen Didaktischen Grundsätze sowie die Bildungs- und Lehraufgaben und die didaktischen Grundsätze der einzelnen Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen gelten für Kern- und Erweiterungsbereich. Der Abschnitt "Lehrstoff" legt zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit und Durchlässigkeit den verbindlichen Kernbereich fest. Die Umsetzung der knapp und abstrakt formulierten Kernanliegen ist verbindliche Aufgabe der jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer. Die zeitliche Gewichtung sowie die konkrete Umsetzung obliegt den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern.

Der Erweiterungsbereich ist standortbezogen durch die jeweilige Lehrerin bzw. den jeweiligen Lehrer allein oder fachübergreifend im Team zu planen, allenfalls nach Maßgabe schulautonomer Lehrplanbestimmungen.

Bei der Gestaltung des Erweiterungsbereiches sind insbesondere folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:
regionale und lokale Gegebenheiten; Bedürfnisse, Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler; Lernfortschritte der Klasse (Bedarf an Vertiefung, Übung usw.); individuelle Schwerpunkte der Lehrerinnen und Lehrer; materielle und personelle Ressourcen; autonome Lehrplanbestimmungen.

Kern- und Erweiterungsbereich sind sowohl inhaltlich als auch organisatorisch miteinander vernetzt. Lernformen, Unterrichtsphasen, Schulveranstaltungen usw. sind nicht von vornherein dem einen oder dem anderen Bereich zugeordnet. Die Zuordnung hat sich vielmehr an den Lernzielen zu orientieren. Sowohl Leistungsfeststellung als auch Leistungsbeurteilung beziehen sich auf beide Bereiche.
        (Lehrplan ´99 / Dritter Teil / Schul- und Unterrichtsplanung)


Der Erweiterungsbereich ist in der Jahresplanung in geeigneter Form zu kennzeichnen!




Schularbeiten


"In der 1. bis 4. Klasse beträgt [...] der Zeitrahmen für deren Durchführung pro Schuljahr insgesamt vier bis fünf Unterrichtseinheiten und die Anzahl der Schularbeiten vier bis sechs. [...]
Die Festlegung der Anzahl der Schularbeiten erfolgt - vorbehaltlich einer Regelung durch schulautonome Lehrplanbestimmungen durch die jeweilige Lehrerin oder den jeweiligen Lehrer."
        (Lehrplan ´99 / Dritter Teil / Schul- und Unterrichtsplanung / 4. Leistungsfeststellung)


Pro Semester werden zwei Schularbeiten zu je 50 Minuten in Form einer Texterstellung empfohlen.
Möglich sind auch fünf bzw. sechs Schularbeiten pro Schuljahr, wobei eine Texterstellung nicht kürzer als 40 Minuten sein sollte.
Es wird dringend empfohlen, schulintern - zumindest jahrgangsweise - eine einheitliche Regelung zu finden.


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