| ARBEITSGEMEINSCHAFT DER GERMANISTEN NÖ. |
Inhaltsverzeichnis |
Einfügungen
der AG unterscheiden sich durch diese Schriftart und Farbe vom Text des
Lehrplans.
Bildungs- und Lehraufgabe:
[...]
Didaktische Grundsätze: [...]
Da
sich die Annotationen der AG nur auf den Lehrstoff des Kernbereichs beziehen,
werden diese Teile des Fachlehrplans hier nicht wiedergegeben.
Diese beiden Abschnitte enthalten ebenso wie das Allgemeine Bildungsziel
und die Allgemeinen Didaktischen Grundsätze wichtige Bestimmungen, die
für Kern- und Erweiterungsbereich gelten!
Lehrstoff:
| 1. Klasse: |
Sprache als Grundlage von
Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich
partnergerecht mitteilen.
Mündlich:
Erlebtes erzählen, Gehörtes und Gelesenes wiedergeben.
Schriftlich: Über sich und den persönlichen Lebensbereich
erzählen.
Beziehungen aufnehmen,
ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Einfache Mittel kennen lernen und anwenden um Gespräche partner-
und situationsgerecht zu führen.
Mündlich: Sich in die
Gemeinschaft einbringen, z. B. über sich, seine Vorlieben und
Abneigungen sprechen; begrüßen, verabschieden, entschuldigen,
danken, zum Mittun auffordern.
Vertraute
Gesprächsformen anwenden und neue kennen lernen.
Mündlich: Verschiedene
Gesprächsformen spielerisch erproben, z. B. in Rollenspielen.
In vielfältigen
Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und
verständlich sprechen.
Mündlich: Den
unterschiedlichen Gebrauch der Standard- und Herkunftssprache in Situationen
erproben.
Verständliches Sprechen anstreben.
Ausdrucksvolles Sprechen beim Vortragen z. B. von Gedichten, Balladen
und Szenen versuchen.
Vorbereitetes Vorlesen von Texten.
Texte verfassen um
persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der
Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: In Briefen
persönliche Beziehungen aufbauen und ausdrücken.
Beschreiben von zwischenmenschlichen Beziehungen, von bekannten Menschen
und Menschen, die einem begegnen.
Interessen
wahrnehmen:
Eigene Absichten und Absichten anderer wahrnehmen und mit eigenen Worten
ausdrücken.
Anliegen mündlich und schriftlich vorbringen; dafür einfache
sprachliche Mittel sichern.
Schriftlich: Z. B.
Appelle, Leserbriefe, Bitt- und Beschwerdebriefe.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Personen befragen; Auskünfte einholen.
Mündlich: Z. B.
Mitschüler befragen, um sie vorstellen zu können.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen
vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur
Erarbeitung von Themen nützen.
Mündlich:
Möglichkeiten, zu Informationen zu kommen, bewusst machen und ihre Nutzung
anregen und üben. Z. B.: Nachschlagen in Lexika; Informationen
aus Büchern, Internet und CD-ROMs suchen.
Informationen aufnehmen
und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das
individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden.
Individuelle
Lesefertigkeit an dichterischen und nichtdichterischen Werken entwickeln,
das sinnerfassende stille Lesen üben.
Textverständnis fördern
Aus Gehörtem und
Gesehenem Informationen entnehmen.
Schriftlich: Texte verstehen
durch Erkennen relevanter Teile und durch Festhalten von Informationen aus
Sachtexten.
Einfache Arbeitstechniken einüben, z. B. Unterstreichen von Relevantem,
Gestalten von Lernunterlagen, übersichtliches Gestalten einer
Heftseite.
Informationen für
bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich
vermitteln:
Aus Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem Wesentliches wiedergeben.
Schriftlich:
Nacherzählung von Gelesenem, Vorgelesenem und Gesehenem, z. B.
Filmen, Videos, Theater.
Sich mit Sachthemen
auseinander setzen:
Zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen mündlich und
schriftlich Stellung nehmen lernen.
Mündlich: Kurze Darstellung
von Sachverhalten.
Schriftlich: Sachverhalte für andere verständlich
darstellen.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, im Besonderen
aus der Kinder- und Jugendliteratur. Einfache Gestaltungsmittel erkennen
und als Anregung für eigene Texte nützen.
Verständnis
für literarische Texte und deren Vielfalt gewinnen.
Ausdrucksformen in
verschiedenen Medien kennen lernen:
Einfache Möglichkeiten kennen lernen, wie in Medien Themen und Inhalte
gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes Erproben). Deren
Wirkung auf sich und andere wahrnehmen und beschreiben.
Eigene
Erfahrungen mit den Massenkommunikationsmitteln thematisieren.
Jugendmedien besprechen.
Kreative sprachliche
Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel
einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Schriftlich: Erfundenes
sinnvoll gestaltet erzählen, z. B. Lügengeschichten,
Märchenerzählungen, Till-Eulenspiegel-Geschichten.
Erzählen nach Vorgaben wie z. B. Bilderfolgen, Reizwörtern,
Erzählanfängen.
Schriftlich und mündlich: Herkömmliche (z. B. Sagen,
Märchen) und moderne (z. B. Kurz- und Kürzesttexte)
altersgemäße Formen erzählen.
Durch kreativen Umgang
mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher
Gestaltung erleben und erproben.
Verknüpfen
von Texten mit musikalischen, bildnerischen und szenischen Elementen.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um
jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt
"1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99
an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die
jeweils genannten Aufgabenbereiche):
Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen
möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur
und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik,
der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für
die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der
sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.
Sprache
im Kommunikationszusammenhang betrachten
Situationsgerechtes
Sprechen bewusst machen und anwenden.
Planvolle Erweiterung des Wortschatzes, Möglichkeiten der Wortbildung
erfahren.
Text-, Satz- und Wortgrammatik
Redeabsichten in Aussage-, Frage- und Aufforderungssatz untersuchen,
grammatisch richtig bauen und üben.
Umstellen und Austauschen von Satzgliedern entsprechend der Rede- oder
Schreibabsicht üben (Verschiebeprobe, Ersatzprobe).
Finite Verbform (Personalform) erkennen und Übereinstimmung mit dem
Subjekt üben.
Das Nomen, seine Begleiter und wichtigsten Stellvertreter erkennen und in
Geschlecht, Zahl und Fall grammatisch richtig bilden und anwenden lernen.
Das Adjektiv in seiner Funktion erkennen und sinnvoll einsetzen.
Zeitstufen und grammatische Zeitformen unterscheiden, Aufgaben der
gebräuchlichsten Zeitformen besprechen und üben.
Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern
und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung
in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen
der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch
regelmäßige Übungen abbauen.
Hilfsmittel (Wörterbücher, elektronische Programme u. a.)
benützen lernen und regelmäßig verwenden.
Rechtschreibbewusstsein
entwickeln und steigern anhand von sicheren, unsicheren und unbekannten
Wortbildern.
Einführung in den Gebrauch des Wörterbuchs.
Grundaspekte der Rechtschreibung an individuellen Rechtschreibfehlern erarbeiten,
z. B. persönliche Fehlerkartei.
| 2. Klasse: |
Sprache als Grundlage von
Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen,
Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich
partnergerecht mitteilen.
Mündlich: Erlebtes,
Erfundenes erzählen.
Schriftlich: Über sich und andere erzählen, Erlebnisse
darstellen, Tagebucheintragungen.
Beziehungen aufnehmen,
ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Die schon bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und
erweitern.
Mündlich: Situations-
und partnergemäß Kontakt herstellen; unangemessenes Sprachverhalten
erkennen.
Gesprächsformen
mit zunehmender Sicherheit anwenden.
Mündlich: Verschiedene
Gesprächs- und Darstellungsformen erproben, z. B. Partner-,
Kleingruppen- und Klassengespräch; Diskutieren üben.
In vielfältigen
Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und
verständlich sprechen.
Mündlich: Deutliches,
gestaltetes Sprechen beim Vortragen und Sprechen vor anderen üben.
Die Standardsprache weiterhin schwerpunktmäßig üben.
Texte verfassen um
persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der
Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: Z. B.
persönliche Briefe, Karten, Einladungen, E-Mails.
Interessen
wahrnehmen:
Verschiedene Absichten beschreiben und vergleichen lernen.
Mündlich: Eigene Meinungen
und Handlungen begründen; Gefühle benennen; sich mit Kritik
auseinandersetzen.
Anliegen mündlich
und schriftlich vorbringen; weitere sprachliche Mittel kennen lernen und
erproben.
Mündlich: Kritik
äußern und begründen. Konflikte thematisieren und
bearbeiten.
Schriftlich: In persönlichen Briefen, Geschäftsbriefen,
Bitt- und Beschwerdebriefen, Leserbriefen seine Anliegen und Vorstellungen
darstellen.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Personen zu verschiedenen Themenbereichen befragen; Fragen vorbereiten
und zielführend stellen.
Mündlich: Einfache
Interviews vorbereiten.
Gespräche ergebnisorientiert strukturieren.
Schriftlich: Einfache Fragebögen erstellen und auswerten.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen
vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur
Erarbeitung von Themen nützen.
Eigene
Schulbibliothek nützen, auch für Projekte.
Informationen aufnehmen
und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das
individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden.
Das
sinnerfassende stille Lesen weiterentwickeln. Lesetechniken zur
Informationsentnahme wie orientierendes, selektives, verstehendes Lesen kennen
lernen und anwenden.
Textverständnis fördern.
Aus Gehörtem und
Gesehenem Informationen entnehmen und Notizen anlegen.
Schriftlich: Gedanken und
Informationen schriftlich festhalten und ordnen.
Arbeitstechniken weiterentwickeln, z. B. Skizzen als Erklärungs-
und Veranschaulichungshilfe.
Textstrukturen erfassen.
Informationen für
bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich
vermitteln:
Das Wesentliche von Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem anhand von
Notizen ordnen und mündlich oder schriftlich wiedergeben.
Schriftlich: Partner- und
situationsgerecht berichten und beschreiben. Gegenstände und Vorgänge
für andere verständlich darstellen.
Sich mit Sachthemen
auseinander setzen:
Zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen mündlich und
schriftlich Stellung nehmen. Eigene Überlegungen äußern und
begründen.
Schriftlich
und
mündlich: Begründungen einüben, z. B. Verhaltensweisen
erklären, Lerntipps geben.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, im Besonderen
aus der Kinder- und Jugendliteratur. Einfache Gestaltungsmittel erkennen
und als Anregung für eigene Texte nützen.
Verständnis
für literarische Texte gewinnen, besonders Kinder- und Jugendliteratur
einbeziehen. Gestaltungsmittel verschiedener Textsorten erkennen, z. B.
Märchen, Sagen, Comics.
Ausdrucksformen in
verschiedenen Medien kennen lernen:
Einfache Möglichkeiten kennen lernen, wie in Medien Themen und Inhalte
gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes Erproben). Deren
Wirkung auf sich und andere wahrnehmen und beschreiben.
Einfache
Untersuchungen an Printmedien, aber auch Film, Fernsehen und Hörfunk
durchführen.
Das Benützerverhalten gegenüber den Medien eruieren und dazu
begründet Stellung beziehen.
Gestaltungsmittel und ihre Wirkung vor allem unter Zuhilfenahme von Kinder-
und Jugendmedien thematisieren.
Kreative sprachliche
Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel
einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Mündlich:
Erzähltechniken erproben, Erzählperspektiven verändern.
Schriftlich: Erzählkerne ausbauen, Geschichten umformen, Geschichten
erfinden; Erzählperspektiven wechseln.
Bewusstes Gestalten von erzählerischen Texten, auch durch verschiedene
Medientechniken, z. B. in Hörspielen, Printtexten.
Durch kreativen Umgang
mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher
Gestaltung erleben und erproben.
Mündlich: Ausdrucksvolles
Sprechen beim Vortrag literarischer Texte versuchen.
Schriftlich: Texte spielerisch gestalten.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um
jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt
"1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99
an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die
jeweils genannten Aufgabenbereiche):
Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen
möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur
und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik,
der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für
die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der
sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.
Sprache
im Kommunikationszusammenhang
betrachten
Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit von Aussagen in Text- und
Situationszusammenhängen feststellen.
Unterschiedliche sprachliche Mittel für verschiedene Sprech- und
Schreibanlässe besprechen und üben.
Wortschatz planvoll erweitern, Möglichkeiten der Wortbildung besprechen.
Konkrete und übertragene Verwendungsweisen von Wörtern und Wendungen
erkennen und üben.
Text-, Satz- und Wortgrammatik
Erkennen, Abgrenzen, Erweitern und Verkürzen von Satzgliedern
üben.
Subjekt, Prädikat und Ergänzungen erkennen.
Die Rolle des Verbs und speziell der finiten Verbform im Textzusammenhang
üben.
Die Bedeutung von Verweis- und Verknüpfungswörter für den
Textzusammenhang erkennen.
Natürliche Zeitstufen und grammatische Zeitformen besprechen und im
Textzusammenhang üben.
Angemessene Verwendung der aktiven und passiven Verbformen üben.
Die Aufgaben von Adverbien und Präpositionen erkennen und üben.
Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern
und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung
in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen
der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch
regelmäßige Übungen abbauen. Hilfsmittel
(Wörterbücher, elektronische Programme u. a.) benützen lernen
und regelmäßig verwenden.
Wie
in der 1. Klasse mit steigenden Anforderungen und erweitertem
Anwendungsbereich.
Besondere Berücksichtigung von Schärfung und Dehnung.
Silbentrennung üben.
Hinführen zur regelmäßigen Verwendung des
Wörterbuches.
| 3. Klasse: |
Sprache als Grundlage von
Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich
partnergerecht mitteilen.
Mündlich: Wünsche,
Bedürfnisse thematisieren, für Konflikte Lösungen suchen.
Von Erlebtem erzählen, Probleme und Sachverhalte darstellen.
Schriftlich: Schreiben über sich, z. B. autobiografische
Aufzeichnungen.
Beziehungen aufnehmen,
ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Den Gesprächsverlauf bewusst wahrnehmen und zunehmend eigenständig
auf Partner/innen und Situationen eingehen.
Mündlich: Aktives
Zuhören üben, z. B. in Form des kontrollierten Dialogs.
In verschiedenen
Gesprächsformen den Gesprächsverlauf beobachten und beschreiben
um ihn beeinflussen zu können.
Mündlich: Z. B.
in Diskussionen, Debatten, Podiumsdiskussionen.
In vielfältigen
Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und
verständlich sprechen.
Mündlich: Bewusster
Gebrauch der Standardsprache.
Üben von Betonung, korrekter Artikulation; Verbesserung der
Vortragsdynamik.
Texte verfassen um
persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der
Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: Z. B.
intentions- und adressatenadäquate Briefe; Tagebuch, Dialoge (z. B.
als Spielvorlage).
Interessen
wahrnehmen:
Verschiedene, auch einander widersprechende Absichten beschreiben; Stellung
beziehen.
Mündlich: Eigene und
fremde Absichten wahrnehmen und mit eigenen Worten ausdrücken.
Schriftlich: Eigene und fremde Absichten vorbringen, zu einfachen
Sachverhalten und Äußerungen Stellung beziehen und diese Stellungnahme
begründen, z. B. in verschiedenen Briefformen.
Anliegen sprachlich
differenziert vorbringen; formale und mediale Möglichkeiten
nützen.
Mündlich: Appellative
Sprachhandlungen erproben; nonverbales Verhalten bewusst machen.
Schriftlich: Zu Handlungen argumentativ auffordern, z. B. Ansuchen,
Vorschläge, Einladungen, Bitten, Wünsche, Entschuldigungen.
Praktische Mitteilungen (z. B. Krankmeldung, Entschuldigungen, Ansuchen)
adressatengerecht verfassen.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Informationen von Personen gezielt einholen; entsprechende sprachliche
und technische Mittel kennen lernen und erproben.
Mündlich: Interview
üben, Fakten recherchieren.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen
vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur
Erarbeitung von Themen nützen.
Mündlich: Informationen
einholen und nach Wichtigkeit beurteilen.
Informationen aufnehmen
und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das
individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden.
Sinnerfassendes
stilles Lesen üben.
Vertiefung der Lesetechniken zur Informationsentnahme: diagonales Lesen,
Markierung relevanter Teile, Gliederung und Benennung zusammengehörender
Abschnitte, Gedankengang ermitteln.
Textverständnis fördern.
Aus Gehörtem und
Gesehenem Informationen entnehmen und gezielt Merkhilfen einsetzen.
Mündlich: Aktives
Zuhören üben.
Schriftlich: Anhand von Notizen Protokolle anlegen.
Komplexere Arbeitstechniken entwickeln, z. B. exzerpieren, Auszüge
erstellen, Texte kürzen.
Informationen für
bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich
vermitteln:
Das Wesentliche von Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem mündlich
und schriftlich auch unter Verwendung von Merk- und Veranschaulichungshilfen
wiedergeben.
Mündlich: Sinnvermittelndes
Vorlesen vertiefen.
Über Ereignisse berichten.
Schriftlich: Fakten recherchieren und daraus Berichte erstellen.
Über Ereignisse in verschiedenen Situationen und Medien berichten.
Inhaltsangaben mit persönlichen Eindrücken von dichterischen Texten
verfassen (z. B. auch Klappentexte).
Nacherzählung von Gelesenem, Vorgelesenem und Gesehenem, z. B.
Filme, Videos, Theater.
Sich mit Sachthemen
auseinander setzen:
Zu Sachverhalten (auch aus Texten) und Äußerungen Argumente
sammeln, ordnen und zu einfachen mündlichen und schriftlichen Stellungnahmen
zusammenfassen.
Schriftlich: Sachverhalte
verständlich erklären und beschreiben, z. B. Verlustanzeigen,
Gebrauchsanweisungen, Spielregeln.
Einfache Stellungnahmen verfassen.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Literarische Texte mit höherem Anspruchsniveau im Hinblick auf Thema,
Form und Umfang erleben und verstehen, im Besonderen aus der Jugendliteratur.
Grundlegende Einblicke in Entstehungs- und Wirkungszusammenhänge von
Texten gewinnen. Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene
Texte nützen.
Literarische
Texte im Hinblick auf Thema, Form, Aufbau, Personen, Ort, Zeit und Sprache
untersuchen.
Techniken literarischen Erzählens selbst ausprobieren.
Lyrische und dramatische Texte auf ihre Wirkung untersuchen, selbst verfassen
und auch spielen.
Merkmale gebundener Sprache erfassen, die Wirkung prüfen und eigene
Texte verfassen.
Ausdrucksformen in
verschiedenen Medien kennen lernen:
Verstehen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet
werden (auch durch eigenes Erproben).
Fernseh-
und Hörfunksendungen besprechen. Selektionsvorgänge durchschauen
lernen.
Einfache Filmbesprechungen erstellen; grundlegende Produktionstechniken kennen
lernen.
Sich in Tageszeitungen zurechtfinden; Formen des Journalismus besprechen
und selbst anwenden; Beiträge für Jugendzeitschriften gestalten
Teile von Zeitungen, Artikel, Reportagen, Features gestalten.
Kreative sprachliche
Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel
einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Mündlich: Geschichten
erfinden, unterschiedliche Erzählformen spielerisch ausprobieren.
Schriftlich: Erzählen nach Vorgaben und in verschiedenen
Erzählmustern.
Verschiedene Erzählweisen, z. B. ironisches, satirisches
Erzählen, üben.
Durch kreativen Umgang
mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher
Gestaltung erleben und erproben.
Wort-
und Sprachspiele.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um
jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt
"1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99
an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die
jeweils genannten Aufgabenbereiche):
Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen
möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur
und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik,
der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für
die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der
sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.
Sprache
im Kommunikationszusammenhang
betrachten
Situationsgemäßes sprachliches Verhalten.
Formelhafte Sprache in standardisierten Situationen.
Erweiterung des Wortschatzes, Bedeutungsumfang von Wörtern abgrenzen.
Die Bedeutung von Fremdwörtern klären und diese richtig anwenden.
Abstufung von Äußerungen.
Text-,
Satz- und Wortgrammatik
Zusammenhänge
eines Textes erkennen.
Das Passiv als Darstellungsform.
Teilsätze eines Ganzsatzes feststellen, Hauptsatz und Gliedsatz erkennen.
Wesentliche Gliedsätze benennen und nach Funktion einsetzen (Attributsatz,
Objektsatz, Umstandssätze).
Einleitewörter von Gliedsätzen erkennen und anwenden.
Begleiter und Stellvertreter des Nomens in Funktion und Stellenwert
kennenlernen.
Konjunktiv erkennen und anwenden lernen.
Ausdrucksvielfalt durch Nennform- und Mittelwortgruppen erweitern.
Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern
und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung
in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen
der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch
regelmäßige Übungen abbauen. Hilfsmittel
(Wörterbücher, elektronische Programme u. a.) benützen lernen
und regelmäßig verwenden.
Orthographische
Sicherung des Wortschatzes durch Lernhilfen (z. B. optische, akustische,
schreib- und sprechmotorische).
Groß- und Kleinschreibung verstärkt üben.
Schreibung gebräuchlicher Fremdwörter.
Zeichensetzung gezielt üben.
| 4. Klasse: |
Sprache als Grundlage von
Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen:
Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich
partnergerecht mitteilen.
Schriftlich: Autobiographisches
Schreiben, z. B. Schreiben über Erlebtes in besonderer
Darstellungsweise.
Beziehungen aufnehmen,
ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen:
Eigenes Gesprächsverhalten in seiner Wirkung abschätzen und
situations- und partnergerecht einsetzen können.
Mündlich: Inhalts- und
Beziehungsebene unterscheiden.
Sich in verschiedenen
Gesprächsformen - versuchsweise auch leitend - angemessen verhalten.
Mündlich: Z. B.
Gruppen-, Klassengespräch, Diskussion, Debatte, Podiumsdiskussion,
Gesprächsrunde.
In vielfältigen
Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und
verständlich sprechen.
Mündlich: Vortragsdynamik
und Sprechtechnik schulen.
Texte verfassen um
persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der
Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Schriftlich: Z. B.
Tagebuch, persönliche und offene Briefe.
Interessen
wahrnehmen:
Verschiedene, auch versteckte Absichten erkennen und zuordnen; entsprechend
reagieren.
Mündlich: Darstellen,
vergleichen und beurteilen von Problemen, von Interessen.
Interessensausgleich anstreben, Lösungen in Konflikten suchen.
Schriftlich: Verschiedene, auch einander widersprechende Absichten
beschreiben.
Anliegen sprachlich
differenziert vorbringen; auch mit Anforderungen im öffentlichen und
institutionellen Bereich vertraut werden.
Mündlich: Anliegen,
Interessen in appellativer Form vertreten.
Schriftlich: Bei Anliegen formale und mediale Möglichkeiten
nützen, z. B. journalistische Formen.
Berufsorientiertes Schreiben, z. B. Lebenslauf, Bewerbung.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen:
Informationen von Personen gezielt einholen (auch in Form von Interviews);
entsprechende sprachliche und technische Mittel einsetzen.
Mündlich: Interviews
vorbereiten und durchführen.
Mit Ordnungs- und Suchhilfen
vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur
Erarbeitung von Themen nützen.
Mündlich: On- und
Offline-Medien vertiefend kennen und nützen lernen.
Informationen aufnehmen
und verstehen:
Die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das
individuelle Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden.
Sinnerfassendes
stilles Lesen unter besonderer Beachtung von Lesegenauigkeit und
Leseflüssigkeit üben. Lesetechniken zur Informationsentnahme
festigen.
Textverständnis fördern.
Aus Gehörtem und
Gesehenem - auch größeren Umfangs - Informationen entnehmen und
gezielt Merkhilfen einsetzen.
Schriftlich: Kurzfassungen,
Zusammenfassungen, Exzerpte erstellen; Diagramme und Schaubilder entwickeln,
auch Folien gestalten.
Informationen für
bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich und mündlich
vermitteln:
Das Wesentliche aus Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem wirkungsvoll
und anschaulich mündlich und schriftlich präsentieren und
erklären.
Mündlich: Informationen
für bestimmte Zwecke bearbeiten und vermitteln, z. B. Rede, Referat,
einfache Präsentationstechniken.
Schriftlich: Oberbegriffe finden, Gliederungen erstellen,
Schlüsselwörter kennzeichnen.
Erlernte Arbeitstechniken vertiefen und kombinieren, z. B. exzerpierte
Informationen sammeln, ordnen und daraus Texte mit Belegen verfassen; zunehmend
gegensätzliche Standpunkte berücksichtigen.
Sachverhalte anderen erklären, z. B. grafische Darstellungen, Skizzen
erläutern und zunehmend bewerten.
Inhaltszusammenfassungen von dichterischen Werken mit
Interpretationsansätzen und der begründenden Formulierung der eigenen
Einschätzung erstellen.
Sich mit Sachthemen
auseinander setzen:
Zu Sachverhalten und Äußerungen (auch aus Texten) Argumente
sammeln, ordnen und zu ausführlicheren mündlichen und schriftlichen
Stellungnahmen zusammenfassen. Standpunkte anderer in zunehmendem Maß
berücksichtigen.
Fachdarstellungen
heranziehen.
Mündlich: Sachverhalte, Meinungen und Probleme darstellen und
vortragen.
Schriftlich: Argumentatives Schreiben in Form einer Erörterung,
einer Stellungnahme, eines Leserbriefes.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Literarische Texte mit höherem Anspruchsniveau im Hinblick auf Thema,
Form und Umfang erleben und verstehen, im Besonderen aus der Jugendliteratur.
Grundlegende Einblicke in Entstehungs- und Wirkungszusammenhänge von
Texten gewinnen. Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene
Texte nützen.
Umfangreichere
literarische Texte nach formalen und inhaltlichen Aspekten bestimmen.
Beschäftigung mit umfangreicherer Jugendliteratur unter
Berücksichtigung persönlicher Interessen.
Einordnung der Texte in die historische, politische, soziale, kulturelle
und biografische Dimension.
Ausdrucksformen in
verschiedenen Medien kennen lernen:
Verstehen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet
werden (auch durch eigenes Erproben).
Beschreiben
und Bewerten von verschiedenartigen Sendungen in Fernsehen, Hörfunk,
Film und anderen elektronischen Medien; die Wirkung auf sich und andere
wahrnehmen, beschreiben und bewerten.
Den Medienkonsum feststellen, beschreiben und bewerten lernen.
Mittel der Fernseh-, Hörfunk- und Filmgestaltung besprechen und in
Eigenproduktion erproben (z. B. Reportagen, Features gestalten).
Schriftlich: Parodistisches, satirisches Schreiben, auch Glossen.
Kreative sprachliche
Gestaltungsmittel kennen lernen:
Schriftlich und mündlich erzählen; erzählerische Mittel
einsetzen um Texte bewusst zu gestalten.
Schriftlich: Literarische
Kleinformen schreiben (z. B. Märchen, Sagen, Legenden, Fabeln,
Kurzgeschichten, Schlager, Songs, Gedichte, Rätsel, Sketches,
Drehbücher).
Durch kreativen Umgang
mit Lauten, Wörtern, Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher
Gestaltung erleben und erproben.
Schriftlich: Vorgegebene
literarische und nichtliterarische Texte umformen, parodieren.
Assoziatives Schreiben nach optischen und musikalischen Impulsen.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
[Um
jahrgangsbezogene Anmerkungen machen zu können, wird hier der Abschnitt
"1. bis 4. Klasse" eingefügt, auf den im Lehrplan ´99
an dieser Stelle verwiesen wird.]
(bezieht sich auf die
jeweils genannten Aufgabenbereiche):
Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen
möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in Struktur
und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den Bereichen der Pragmatik,
der Semantik und der Text-, Satz- und Wortgrammatik. Maßgebend für
die Auswahl sind der Entwicklungsstand, die Leistungsfähigkeit und der
sprachliche Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler.
Sprache
im Kommunikationszusammenhang
betrachten
Die Wirkung der Rolle auf den Sprachgebrauch untersuchen.
Verschiedene Sprachformen (z. B. Standardsprache, Mundart, Umgangssprache)
besprechen und ihre Merkmale feststellen.
Fach-, Gruppen- und Sondersprachen besprechen.
Abgrenzung ähnlicher Wörter, übertragene Bedeutung von
sprachlichen Äußerungen überprüfen.
Neue und ungewöhnliche Wortbildungen aufsuchen und selbst
nützen.
Fremdwörter erklären und ihre Verwendung üben.
Text-,
Satz- und Wortgrammatik
Die
Modifizierung sprachlichen Ausdrucks (z. B. durch Modalverben, durch
Konjunktiv, futurische Formen und Situativa).
Möglichkeiten der Verknüpfung von Sätzen kennen lernen und
üben.
Die stilistischen Möglichkeiten von Satzreihe und Satzgefüge erkennen
und anwenden.
Ausbau von Satzgliedern und Wortgruppen.
Möglichkeiten und Grenzen des Nominalstils erkennen und erproben.
Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig erweitern
und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von Sprachformen und Schreibung
in zunehmendem Maße erkennen und verstehen.
Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum Erschließen
der richtigen Schreibung nützen lernen.
Individuelle Rechtschreibschwächen herausfinden und durch
regelmäßige Übungen abbauen. Hilfsmittel
(Wörterbücher, elektronische Programme u. a.) benützen lernen
und regelmäßig verwenden.
Regeln
und Rechtschreibhilfen gezielt anwenden.
Schreibung häufiger Fremdwörter üben.
Getrennt- und Zusammenschreibung besprechen und anwenden.
Die Zeichensetzung zusammenfassen.
Selbstständige Fehlerkontrolle einüben.
Nachschlagen im Wörterbuch perfektionieren.
Erweiterungsbereich:
Die Inhalte des Erweiterungsbereichs werden unter Berücksichtigung der
Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Didaktischen Grundsätze festgelegt
(siehe den Abschnitt "Kern- und Erweiterungsbereich" im dritten Teil).
Im
dritten Teil heißt es im Abschnitt "Schul- und Unterrichtsplanung":
1. Unterrichtsplanung der Lehrerinnen und Lehrer
[...]
Die Vorgaben im Abschnitt "Kernbereich" der Lehrpläne der einzelnen Unterrichtsgegenstände sind verbindlich. Ebenso sind jedenfalls das Allgemeine Bildungsziel und die Bildungs- und Lehraufgabe der einzelnen Unterrichtsgegenstände umzusetzen. Dabei ist zu berücksichtigen, wie viel Zeit für den Kernbereich zur Verfügung steht. Die Festlegung insbesondere der konkreten Inhalte und Beispiele erfolgt durch die jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer. Diese haben außerdem festzulegen, welche Teilziele im Erweiterungsbereich behandelt werden und wie die beiden Bereiche zusammenwirken.
Die standortbezogene Gestaltung der Erweiterungsbereiche bietet im Sinne der anzustrebenden gemeinsamen Bildungswirkung aller Unterrichtsgegenstände die Möglichkeit, sowohl mit jenen Lehrerinnen und Lehrern, die denselben Unterrichtsgegenstand unterrichten, als auch mit den Lehrerinnen und Lehrern der anderen Unterrichtsgegenstände in den jeweiligen Klassen Planungen und Abstimmungen durchzuführen. Auf diese Weise kann ein koordiniertes pädagogisches Vorgehen erwirkt werden.
[...]
2. Kern- und Erweiterungsbereich (gilt nur für die 5. bis 8. Schulstufe)
Der Lehrplan unterscheidet in den Pflichtgegenständen und verbindlichen Übungen zwischen einem Kern- und einem Erweiterungsbereich. Für den Kernbereich sind zwei Drittel der in der subsidiären Stundentafel (siehe Z 2 im vierten Teil - Stundentafeln) angegebenen Wochenstundenanzahlen vorzusehen. Neben dieser zeitlichen Begrenzung ist der Kernbereich auch inhaltlich definiert.
Das Allgemeine Bildungsziel und die Allgemeinen Didaktischen Grundsätze sowie die Bildungs- und Lehraufgaben und die didaktischen Grundsätze der einzelnen Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen gelten für Kern- und Erweiterungsbereich. Der Abschnitt "Lehrstoff" legt zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit und Durchlässigkeit den verbindlichen Kernbereich fest. Die Umsetzung der knapp und abstrakt formulierten Kernanliegen ist verbindliche Aufgabe der jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer. Die zeitliche Gewichtung sowie die konkrete Umsetzung obliegt den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern.
Der Erweiterungsbereich ist standortbezogen durch die jeweilige Lehrerin bzw. den jeweiligen Lehrer allein oder fachübergreifend im Team zu planen, allenfalls nach Maßgabe schulautonomer Lehrplanbestimmungen.
Bei der Gestaltung des Erweiterungsbereiches sind insbesondere folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:
regionale und lokale Gegebenheiten; Bedürfnisse, Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler; Lernfortschritte der Klasse (Bedarf an Vertiefung, Übung usw.); individuelle Schwerpunkte der Lehrerinnen und Lehrer; materielle und personelle Ressourcen; autonome Lehrplanbestimmungen.
Kern- und Erweiterungsbereich sind sowohl inhaltlich als auch organisatorisch miteinander vernetzt. Lernformen, Unterrichtsphasen, Schulveranstaltungen usw. sind nicht von vornherein dem einen oder dem anderen Bereich zugeordnet. Die Zuordnung hat sich vielmehr an den Lernzielen zu orientieren. Sowohl Leistungsfeststellung als auch Leistungsbeurteilung beziehen sich auf beide Bereiche.
(Lehrplan ´99 / Dritter Teil / Schul- und Unterrichtsplanung)
Der
Erweiterungsbereich ist in der Jahresplanung in geeigneter Form zu
kennzeichnen!
"In der 1. bis 4. Klasse beträgt [...] der Zeitrahmen für deren Durchführung pro Schuljahr insgesamt vier bis fünf Unterrichtseinheiten und die Anzahl der Schularbeiten vier bis sechs. [...]
Die Festlegung der Anzahl der Schularbeiten erfolgt - vorbehaltlich einer Regelung durch schulautonome Lehrplanbestimmungen durch die jeweilige Lehrerin oder den jeweiligen Lehrer."
(Lehrplan ´99 / Dritter Teil / Schul- und Unterrichtsplanung / 4. Leistungsfeststellung)
Pro Semester
werden zwei Schularbeiten zu je 50 Minuten in Form einer Texterstellung
empfohlen.
Möglich sind auch fünf bzw. sechs Schularbeiten pro Schuljahr,
wobei eine Texterstellung nicht kürzer als 40 Minuten sein sollte.
Es wird dringend empfohlen, schulintern - zumindest jahrgangsweise - eine
einheitliche Regelung zu finden.
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